TM vs. Bosch Cookit

Unterschiede verstehen, Bedürfnisse erkennen 
und die passende Küchenmaschine finden

Ein ehrlicher Vergleich aus der Praxis

Dieser Vergleich basiert auf meinen eigenen Erfahrungen in der praktischen Anwendung beider Geräte sowie auf öffentlich zugänglichen Informationen der Hersteller. Da ich selbstständige Beraterin für den Bosch Cookit bin, beziehe ich meine Perspektive aus dem regelmäßigen Arbeiten mit diesem Gerät. Der Vergleich soll eine Orientierung bieten und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die genannten Eigenschaften und Funktionen entsprechen dem jeweils aktuellen Stand der Herstellerangaben und Informationen aus Datenblättern.

 

 

Auf Messen und Events werde ich regelmäßig gefragt, worin sich der TM und der Bosch Cookit eigentlich unterscheiden. Wenn du selbst gerade überlegst, welches Gerät besser zu dir passt, bekommst du hier meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke aus dem Alltag.

 

 

Es geht nicht darum, eines der Geräte schlechtzureden. Beide haben ihre Stärken – und genau diese Unterschiede möchte ich verständlich aufzeigen, damit du leichter herausfindest, was für deine Küche sinnvoll ist.

 

 

Die beiden Geräte verfolgen unterschiedliche Konzepte, und das merkt man schon am Topf. Der TM setzt auf seinen typischen, nach unten schmaler werdenden Mixtopf mit fest verbautem Mixmesser. Durch die hohen Drehzahlen zerkleinert er Zutaten extrem fein und kann sie fast pulverisieren. Ein klassisches Mahlwerk ist das zwar nicht, aber für viele Aufgaben funktioniert dieses Prinzip ausgesprochen gut.

Der Bosch Cookit denkt eher wie ein klassischer Kochtopf. In der Mitte sitzt ein Werkzeughalter, auf den je nach Rezept unterschiedliche Werkzeuge gesetzt werden. Zum Zerkleinern nutzt der Cookit ein S-förmiges Messer mit scharfen Klingen, das mehr schneidet als zerdrückt. Besonders bei Zwiebeln oder Knoblauch ist das angenehm, weil die Schnittkanten sauberer bleiben und weniger Bitterstoffe entstehen können.

 

 

Beim Entnehmen der Speisen zeigt sich dieser Unterschied sehr deutlich. Beim TM bleibt das Messer im Alltag im Topf und man muss beim Umfüllen manchmal ein bisschen „herumangeln“. Viele Nutzer*innen erzählen mir genau das – es ist einfach etwas fummeliger. Beim Cookit nimmt man das Werkzeug heraus und der Topf verhält sich wie ein normaler Kochtopf. Man schöpft einfach – fertig.

 

 

Oft höre ich, der Cookit-Topf ließe sich – im Gegensatz zum TM – nicht einhändig halten. Das stimmt, aber das gilt für die meisten Kochtöpfe mit zwei Griffen, besonders bei größeren Modellen. Das Argument taucht meist dann auf, wenn es ums Umfüllen geht. Und ja, das einhändige Halten des TM-Mixtopfes kann sich in solchen Momenten praktischer anfühlen.

Der Cookit ist allerdings darauf ausgelegt, dass man direkt aus dem Topf servieren kann. Und wenn doch einmal etwas umgefüllt werden soll, gibt es praktisches Zubehör wie den Lifter, der genau dabei unterstützt.

Der dickwandige und damit etwas schwerere Cookit-Topf hat außerdem einen angenehmen Nebeneffekt: Er hält Speisen lange warm. Bei uns sorgt das häufig dafür, dass auch später Nachhausekommende noch ein richtig heißes Essen bekommen.

 

 

Beim Thema Temperatur wird der Unterschied besonders greifbar. Der Cookit erreicht bis zu 200 °C – damit lassen sich Popcorn und karamellisierte Mandeln direkt im Topf zubereiten. Der TM7 erreicht maximal 160 °C und kann ebenfalls schöne Röstaromen erzeugen. Durch die Form des TM-Topfes steht allerdings eine kleinere heiße Fläche zur Verfügung, während der Cookit eher an eine mittelgroße Pfanne erinnert. So lassen sich zum Beispiel problemlos rund 500 g Fleisch in einem Durchgang anbraten.

 

 

Auch beim Volumen gehen beide Geräte unterschiedliche Wege. Der TM7, TM6 und TM5 bieten ein Nutzvolumen von 2,2 Litern – das passt gut für etwa vier Portionen. Der Cookit bringt rund 3 Liter Nutzvolumen in einem Topf mit knapp 5 Litern Gesamtvolumen mit. Abhängig vom Rezept geht manchmal sogar ein bisschen mehr. Für Familien oder fürs Vorkochen ist das sehr angenehm, denn es lassen sich bis zu acht Portionen kochen.

 

 

Ein Punkt, der im Alltag wirklich einen Unterschied macht, ist das Zubehör. Der Cookit kommt bereits in der Grundausstattung mit einem umfangreichen Set: Der Zerkleinerungsaufsatz inklusive Reibe- und Schneidescheiben ist beim Gerätepreis von 1.399 € direkt enthalten.

Beim TM7 liegt der Gerätepreis aktuell bei 1.549 €. Der Gemüsestyler mit Spiralschneider ist derzeit noch nicht separat erhältlich – er war bisher nur Teil eines Angebots. Laut Vorankündigung soll der Einzelpreis später bei 159 € liegen.

 

 

Und dann ist da noch das Thema Rezepte. Mit Cookidoo bietet der TM eine riesige Rezeptplattform: rund 15.000 deutschsprachige geführte Rezepte, allerdings über ein Jahresabo. Ohne Abo stehen etwa 200 geführte Rezepte bereit. Der Cookit bietet aktuell rund 4.000 kostenlose geführte Rezepte und jede Woche kommen neue dazu. Bosch arbeitet außerdem an einem KI-Rezeptkonverter, der Rezepte aus dem Internet automatisch an den Cookit anpassen soll. Wie gut das am Ende wird, wird sich zeigen – das Potenzial ist jedenfalls riesig. Und mal ehrlich: Wie viele Rezepte nutzt man im Alltag wirklich?

 

 

All diese Eindrücke stammen aus über zweieinhalb Jahren intensiver Nutzung, aus vielen Gesprächen mit Nutzer*innen beider Geräte und aus unzähligen Rezepten, die ich ausprobiert habe. Wenn du gerade Orientierung suchst, hoffe ich, dass dir dieser Überblick weiterhilft. Und wenn du einzelne Punkte genauer wissen möchtest, steige ich gern tiefer ein – Küchenmaschinen haben erstaunlich viel Charakter, und genau das macht den Vergleich so spannend.

 

 

 

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